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Industriestandort Salzburg: Andreas Wimmer im Espresso Talk

28. Oktober 2026
Andreas Wimmer spricht im 9. NextGen Vision Espresso Talk über die Zukunft der Salzburger Industrie, notwendige Reformen und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts.

Ohne Reformen keine Zukunft: Was der Industriestandort Salzburg jetzt braucht. Andreas Wimmer, geschäftsführender Gesellschafter von Wimmer International und Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg im 9. NextGen Vision Espresso Talk

Was hat ein Schweizer Taschenmesser mit Speziallösungen für Bagger, Tunnelbau und Bohrtechnik zu tun? Und was braucht es, damit ein traditionsreiches Industrieunternehmen auch in Zukunft erfolgreich bleibt? Antworten darauf gibt der 9. NextGen Vision Espresso Talk mit Andreas Wimmer, geschäftsführendem Gesellschafter von Wimmer International und seit Juli 2026 Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg. Andreas Wimmer führt das Familienunternehmen bereits in zweiter Generation. Dabei verbindet er technisches Know-how mit internationaler Erfahrung und unternehmerischem Denken. Doch sein Blick geht weit über das eigene Unternehmen hinaus. Als ehemaliger Bundesvorsitzender der Jungen Industrie und engagierter Vertreter der heimischen Wirtschaft kennt er die Herausforderungen, vor denen Unternehmen und der Wirtschaftsstandort Österreich stehen, aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Gespräch wird schnell deutlich: Die Zukunft der Industrie ist keine Frage, die wir irgendwann beantworten müssen. Sie entscheidet sich durch die Rahmenbedingungen, die wir heute schaffen und durch die Bereitschaft, notwendige Veränderungen tatsächlich umzusetzen.

Unternehmertum bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.

Ein Familienunternehmen zu führen bedeutet, Verantwortung für Menschen, für wirtschaftliche Entscheidungen und für die nächste Generation zu übernehmen. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, muss nicht nur das eigene Geschäftsmodell weiterentwickeln, sondern auch die Entwicklungen im wirtschaftlichen Umfeld aufmerksam beobachten. Für Andreas Wimmer gehören diese Perspektiven untrennbar zusammen. Als Unternehmer erlebt er unmittelbar, welche Auswirkungen politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf die tägliche Arbeit eines Betriebs haben. Als Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg vertritt er darüber hinaus die Interessen eines Wirtschafts- und Industriestandorts, dessen Zukunft maßgeblich von seiner Wettbewerbsfähigkeit abhängt. Fachkräftemangel, steigende Kosten, Bürokratie, Energie, Innovation und internationaler Wettbewerb sind dabei keine abstrakten Schlagworte. Sie beeinflussen konkrete unternehmerische Entscheidungen: Wo wird investiert? Welche Innovationen lassen sich umsetzen? Wie können Arbeitsplätze langfristig gesichert werden? Und wie gelingt es, im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben? Gerade für die nächste Unternehmergeneration sind diese Fragen entscheidend. Denn sie übernimmt nicht nur bestehende Unternehmen, sondern auch die Verantwortung dafür, dass diese unter veränderten Bedingungen eine Zukunft haben.

„Wenn wir nichts tun, dann gibt es in 10 Jahren keinen Industriestandort Salzburg mehr!“

Diese Aussage von Andreas Wimmer bringt die Dringlichkeit der aktuellen Situation auf den Punkt. Ein starker Industriestandort entsteht nicht von selbst. Er braucht Unternehmen, die investieren, Innovationen vorantreiben und Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig braucht es Rahmenbedingungen, die genau das ermöglichen und nicht unnötig erschweren. Wenn Kosten steigen, bürokratische Hürden Ressourcen binden und Unternehmen im internationalen Wettbewerb unter Druck geraten, stellt sich eine grundlegende Frage: Wie attraktiv ist der Standort Salzburg künftig für unternehmerische Investitionen? Für Wimmer steht fest, dass es ohne tiefgreifende Reformen schwierig wird, die Zukunftsfähigkeit der Industrie langfristig zu sichern. Es reicht nicht, Herausforderungen zu benennen oder über notwendige Veränderungen zu diskutieren. Entscheidend ist, ins Handeln zu kommen. Dabei geht es nicht um einzelne kosmetische Anpassungen, sondern um strukturelle Verbesserungen, die Unternehmen tatsächlich entlasten und ihnen neue Handlungsspielräume eröffnen. Denn ein wettbewerbsfähiger Industriestandort ist weit mehr als eine wirtschaftspolitische Kennzahl. Er schafft Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze und bildet eine wichtige Grundlage für Wohlstand und Entwicklung in der Region.

Drei Hebel für einen wettbewerbsfähigen Industriestandort.

Was würde Andreas Wimmer verändern, wenn ihn der Bundeskanzler nach drei konkreten Maßnahmen zur Stärkung des Industriestandorts fragen würde? Seine Antwort ist klar:

1. Lohnnebenkosten senken.

Unternehmen müssen im internationalen Wettbewerb bestehen können. Die Lohnnebenkosten sind dabei ein wichtiger Faktor, wenn es um Beschäftigung, Investitionen und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts geht. Eine Entlastung könnte Unternehmen mehr Spielraum geben, um Arbeitsplätze zu sichern, neue Mitarbeiter*innen einzustellen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

2. Einsparungen im Verwaltungsapparat.

Bürokratie bindet Zeit, Geld und personelle Ressourcen. Gerade für Unternehmen, die sich auf ihre Produkte, ihre Kunden und ihre Weiterentwicklung konzentrieren möchten, sind effiziente Verwaltungsstrukturen entscheidend. Es geht darum, Prozesse zu vereinfachen, Doppelstrukturen zu vermeiden und öffentliche Mittel wirksam einzusetzen.

3. Steuersenkungen.

Auch die steuerlichen Rahmenbedingungen beeinflussen, wie attraktiv ein Standort für unternehmerische Aktivitäten und Investitionen ist. Aus Sicht Wimmers braucht es Entlastungen, die Unternehmen stärken und wirtschaftliche Entwicklung erleichtern. Die drei Vorschläge folgen einem gemeinsamen Gedanken: Unternehmen brauchen Rahmenbedingungen, die Leistung ermöglichen, Investitionen fördern und langfristiges Wirtschaften unterstützen. Dabei geht es letztlich um eine zentrale Frage: Wie schaffen wir ein Umfeld, in dem Unternehmen nicht nur heute bestehen, sondern auch morgen erfolgreich sein können?

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Zukunft entsteht nicht durch Abwarten.

Die Diskussion über die Zukunft des Industriestandorts zeigt, wie eng unternehmerische Verantwortung und wirtschaftspolitische Entscheidungen miteinander verbunden sind Unternehmer*innen müssen sich kontinuierlich weiterentwickeln, neue Technologien nutzen, Geschäftsmodelle hinterfragen und auf Veränderungen reagieren. Gleichzeitig können sie viele Rahmenbedingungen nicht allein beeinflussen. Wettbewerbsfähigkeit entsteht deshalb im Zusammenspiel zwischen unternehmerischer Initiative und politischen Voraussetzungen. Genau hier braucht es aus Sicht Wimmers einen klaren Blick auf das Wesentliche und den Mut, notwendige Reformen konsequent anzugehen. Für die nächste Unternehmergeneration ist das eine besonders wichtige Perspektive. Sie wird Unternehmen in einer Zeit führen, in der sich Märkte, Technologien und internationale Wettbewerbsbedingungen laufend verändern. Umso wichtiger sind wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die langfristige Entscheidungen ermöglichen und unternehmerische Initiative nicht ausbremsen. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, wie wir auf die aktuellen Herausforderungen reagieren. Wir müssen uns auch fragen, welchen Industriestandort wir der nächsten Generation übergeben wollen. Einen Standort, an dem Unternehmen investieren, Innovationen entwickeln und Arbeitsplätze schaffen können? Oder einen Standort, an dem notwendige Entscheidungen zu lange aufgeschoben werden? Die Antwort darauf hängt wesentlich davon ab, was wir heute bereit sind zu verändern.

Was Unternehmer*innen aus diesem Gespräch mitnehmen können.

Der 9. NextGen Vision Espresso Talk mit Andreas Wimmer zeigt, dass erfolgreiches Unternehmertum nicht an den Grenzen des eigenen Unternehmens endet. Wer Verantwortung übernimmt, muss auch das wirtschaftliche Umfeld mitdenken, in dem das eigene Unternehmen tätig ist. Aus dem Gespräch lassen sich insbesondere drei zentrale Impulse mitnehmen: Unternehmerische Verantwortung geht über das eigene Unternehmen hinaus. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, sollte auch die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts aktiv mitdenken. Wettbewerbsfähigkeit braucht geeignete Rahmenbedingungen. Kosten, Bürokratie und Steuern beeinflussen die Möglichkeiten von Unternehmen, zu investieren, zu wachsen und Arbeitsplätze zu sichern. Veränderung braucht konkrete Entscheidungen. Herausforderungen zu erkennen ist der erste Schritt. Entscheidend ist, daraus Maßnahmen abzuleiten und diese konsequent umzusetzen. Damit wird auch deutlich, warum der Austausch zwischen Unternehmer*innen, Wirtschaft und Politik so wichtig ist. Die Herausforderungen sind komplex. Umso mehr braucht es Menschen, die unterschiedliche Perspektiven einbringen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Die Zukunft des Industriestandorts Salzburg liegt in unseren Händen.

Das Gespräch mit Andreas Wimmer macht deutlich, wie eng die Zukunft einzelner Unternehmen mit der Zukunft ihres Standorts verbunden ist. Familienunternehmen brauchen unternehmerische Freiheit, qualifizierte Mitarbeiter*innen und die Möglichkeit, langfristig zu investieren. Gleichzeitig braucht ein starker Wirtschaftsstandort Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und seine Entwicklung aktiv mitzugestalten. Gerade die nächste Unternehmergeneration steht dabei vor einer doppelten Aufgabe: Sie muss die eigenen Unternehmen zukunftsfähig weiterentwickeln und sich gleichzeitig mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen, die diese Zukunft ermöglichen. Vielleicht liegt genau darin eine der wichtigsten Erkenntnisse aus unserem Gespräch: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch gute Ideen oder engagierte Unternehmer*innen. Sie braucht auch den Willen, bestehende Strukturen zu hinterfragen, notwendige Reformen umzusetzen und Verantwortung über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu übernehmen. Denn eines ist klar: Die Zukunft des Industriestandorts Salzburg wird nicht irgendwann entschieden. Sie wird heute gestaltet.

Jetzt reinhören!

Im 9. NextGen Vision Espresso Talk sprechen wir mit Andreas Wimmer über seinen unternehmerischen Weg, die Entwicklung von Wimmer International, seine Erfahrungen als Familienunternehmer und seine neue Rolle als Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg. Wir diskutieren über die Herausforderungen der heimischen Industrie, den Fachkräftemangel, Bürokratie, Energie, Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem sprechen wir darüber, welche konkreten Reformen es aus seiner Sicht braucht, um den Industriestandort Salzburg langfristig zu stärken. Freu dich auf ein Gespräch über Unternehmertum, Verantwortung und die Frage, wie wir die wirtschaftliche Zukunft unseres Standorts aktiv gestalten können.

Jetzt den 9. NextGen Vision Espresso Talk mit Andreas Wimmer anhören und inspirieren lassen! Die Links zum Podcast findest du auf den jeweiligen Podcast-Plattformen.